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Bacularia
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BeitragThema: Wandlung...   Sa Jun 13, 2009 3:06 pm

Wandlung

Der Abend senkt sich auf's Lande nieder
vom weiten klingen sanfte Lieder
Am Himmel schon die Sterne stehen
und der Mond ward auch gesehen

In den Orten die Feuer schon brennen
viele Leut' die nach hause rennen
Ein kalter Nebel zieht heran
Der Eulenruf zieht Ängste an

Ein Hauch von Patschulie liegt in der Luft
Und tief unten in seiner Grabes Gruft
aus tiefem langem Schlafe er erwacht
Er weiß genau, dies wird seine Nacht

Er hört ein Rufen, hört ein Flehen
Eine sanfte Stimme wünscht, er möge auferstehen
Er räkelt sich und streckt die Glieder
erhört das Flehen und erhebt sich wieder

Er spürt etwas das er so nicht kennt
fühlt wie ein Schauer im über den Körper rinnt
Er tritt hinaus in des Mondes Licht
blinzelt ein, zweimal, traut seinen Augen nicht

Zwischen den Gräbern in schwarz gehüllt
kniet ein Engel der ihn sofort mit Leben erfüllt
Glänzende Augen schauen ihn an
ihr Blick zieht ihn in seinen Bann

Ihre Augen so blau und tief wie das Meer
Das Rauschen ihres Blutes erregt ihn sehr
Ihr Duft so zart, die Nacht so tief
Dieser Engel war's, der nach ihm rief

Langsam erhebt sie sich, kommt zu ihm hin
sie hat keine Angst, das ergab keinen Sinn
Sie war so schön, wie die Nacht tief
von solcher Schönheit nicht mal geträumt als er schlief

Sie kam immer näher schon roch er süß ihr Blut
er spürte wie er sich verändert, fühlte die Glut
Seine Fänge wurden länger und spitzten sich zu
sein Herz fing an zu rasen, vorbei war seine ruh

Als sie vor ihm stand, konnt kaum noch beherrschen er sich
wand von ihr fort sein verändertes Gesicht
er wollte nicht dass sie erschrak
doch hätte niemals erraten was sie dann tat

sie legte eine Hand an seine Wange wollte sein Antlitz sehen
obwohl er ihr sagte es dürfe nicht geschehen
sie lachte nur und sagte: ich weiß wer du bist
ich habe dich gerufen da mein Herz deines vermisst

da konnte er nicht anders als sie anzublicken
mit der angst in den Augen sie doch zu erschrecken
doch sie tat es nicht, noch fing sie an zu weinen
sie lächelte ihn an, er wollt vor verlangen schreien

Er konnt' nicht anders, küsste sie ungestüm und wild
doch plötzlich entstand in seinem Kopf ein schreckliches Bild
Er fing an zu zittern aus Angst sie jetzt wieder zu verlieren
Sie sagte zu ihm: hab keine Angst, das wird nicht passieren

Ich bin zu dir gekommen um dein zu sein
mag unsere Welt sein noch so klein
werde auf ewig bleiben bei dir
gebe das Sonnenlicht auf jetzt und hier

Ich will an deiner Seite weilen solange du es erlaubst
Ich möchte dich ewig lieben wenn du mir nur vertraust
Mach mich zu deiner Geliebten, deiner Frau, mach mich dein
Ich will bis zum Ende der Zeit an deiner Seite sein

Diese Worte brauchte er nicht zweimal zu hören
Er würde es tun und ihr Treue schwören
sanft strich er zurück ihr die schwarze Lockenpracht
strich mit seinen Fingern über ihren Puls, ganz sacht

Erst spürte sie seine Lippen, die Küsse so zag
dann den Biss, der Schmerz und Sehnsucht barg
Die anfängliche Pein geht über in Lust
sie war ihrer Bewegungen nicht mehr bewusst

Sie schmiegte sich an ihn, legte die Arme um ihn
fühlte keine Scham, gab sich ihm hin
Sie ließ ihn gewähren solang wie es dauern sollte
doch er ließ bald ab von ihr was sie nicht wollte

sie wollte ihn schon wieder an sich ziehen, in anflehen nicht aufzuhören
doch er verhinderte es mit aller kraft, den sie sollte für alle Zeit zu ihm gehören
er riss mit seinen Zähnen eine Wunde in sein Handgelenk
hielt es ihr hin, damit sie sein Blut trank

sie tat es ohne das kleinste Zögern nur
und besiegelte somit ihren Schwur
Sie teilten fortan die Nächte in Glut und Verlangen
keiner von ihnen ist Jemals ohne den Anderen gegangen

©️ Bacularia
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